Digitale Personalakte - Teil V

14. Januar 2026
8 Min Lesezeit

Warum ein strukturierter Umstieg wichtig ist

Die Digitalisierung von Personalakten betrifft nicht nur HR, sondern auch:

Datenschutz
IT-Sicherheit
Geschäftsführung
Betriebsrat oder Personalrat
sowie alle Beschäftigten

Ein erfolgreicher Umstieg bringt schnelleren Zugriff auf Informationen, mehr Transparenz und Sicherheit, bessere Vorbereitung auf gesetzliche Anforderungen sowie Entlastung durch klare Prozesse.

Wer heute systematisch plant, vermeidet spätere Nachbesserungen und gewinnt nachhaltig.

5 Schritte im Überblick

1. Bestandsaufnahme & Zieldefinition

Welche Aktenformate existieren aktuell (Papier, PDF, Netzlaufwerk)?
Welche Aktenarten und Inhalte sind vorhanden?
Was ist das Ziel: Reine Archivierung oder integrierte Prozessakte?

Tipp: Frühzeitig Stakeholder einbinden – HR, IT, Datenschutz, BR/PR

2. Bereinigung & Strukturierung

Unzulässige oder veraltete Inhalte identifizieren und entfernen
Ordnerstrukturen und Kategorien definieren (siehe Teil 2 der Blog-Serie)
Aufbewahrungsfristen und Löschpflichten dokumentieren

Wichtig: Datenschutz beginnt vor der Digitalisierung

3. Technische Planung & Systemauswahl

Welche Anforderungen gibt es an Zugriff, Protokollierung, Schnittstellen, Archivierung?
Soll die digitale Personalakte Teil eines bestehenden Systems sein (z. B. Zeitwirtschaft, HRM)?
Wie sehen Rollen- und Rechtekonzepte aus?

Tipp: Prüfung möglicher Integration mit bestehenden HR-Prozessen

4. Pilotphase & Rollout

Mit einer überschaubaren Einheit starten (z. B. ein Bereich, eine Abteilung)
Prozesse dokumentieren, Mitarbeitende schulen
Feedback einholen und Anpassungen vornehmen

Ziel: Reibungsfreier Übergang mit hoher Akzeptanz

5. Verstetigung & Kontrolle

Regelmäßige Rechte- und Zugriffsprüfung
Schulung neuer Führungskräfte und Admins
Interne Audits zur DSGVO-Konformität
Evaluation der Nutzerfreundlichkeit & Prozesseffizienz

Langfristig entscheidend: Laufende Pflege ist Teil der HR-Verantwortung

Fazit

Die digitale Personalakte ist kein technisches Projekt. Sie ist ein Organisationsprozess mit rechtlichen, kulturellen und praktischen Implikationen. Wer strukturiert, rechtskonform und beteiligungsorientiert vorgeht stärkt HR als strategischen Partner, sichert Daten und Prozesse ab und macht die Organisation fit für zukünftige Anforderungen.